Die Lange Lärche

Die Lange Lärche

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Hätten Sie es gewusst?

Die Lange Lärche im Tegeler Forst ist mit 43 Metern der höchste Baum in Berlin.

Ab und an finde ich die Zeit, abseits der Arbeitsroutine an besonders schönen Standorten in die Bäume zu klettern. Eine tolle Gelegenheit neue Techniken auszuprobieren und genussvoll ohne „Auftragshektik“ zu klettern. Gemeinsam mit Freunden und Kollegen haben wir im Sommer 2014 den höchsten Baum Berlins erklettert: die Tegeler Lärche. Das war ein ganz besonderes Erlebnis.

Ganz schön hoch und ganz schön alt

Genau genommen ist die Lange Lärche eine Europäische Lärche. Sie ist in unseren Breitengraden der einzige sommergrüne Nadelbaum, der im Winter seine Nadeln abwirft. Die Lange Lärche im Tegeler Forst hat mit ihren 222 Jahren schon den einen oder anderen Besucher vorbei spazieren sehen. Bis zu 600 Jahre alt und 50 Meter hoch kann so eine Lärche werden.

Die Lärche war als Nutzpflanze und Sagenbaum im südlichen Europa sehr beliebt.

Bereits die Römer wussten die Härte und Widerstandsfähigkeit des Lärchenholzes zu schätzen. Angeblich schaffte Kaiser Tiberius ganze Lärchenstämme als Baumaterial nach Rom. Nicht nur das Holz, auch das Harz der Lärche wurde als pflanzliches Heilmittel sehr geschätzt. Das gewonnene Harz war als das sogenannte Venezianische Terpentin heißt begehrt und half bei Lungen- und Hautkrankheiten. Die aus dem Harz produzierte Lärchenharzsalbe wirkte bei Rheuma und Hexenschuss lindernd.

Ursprünglich stammt die Lärche aus den Alpen. Die Bauern pflanzten sie dort gern als Hausbaum, denn sie galt sie als Glücksbringer. In Tirol war der Baum so beliebt, dass ein richtiger Sagenkult entstand. Demnach galt die Lärche als Sitz der guten Baumfeen, die Mütter und Kinder unter anderem bei der Geburt beschützen sollten.

Steht so ein schönes Prachtexemplar in Ihrem Garten, bieten wir Ihnen die passende Baumpflege. Übrigens ist die Methode des Seilkletterns für den Baum verletzungsfrei und hinterlässt keinerlei Spuren. Hundepipi am Stammfuß ist weitaus schädlicher.